Das Konzept basiert auf der Verbindung von Schmuck in der Bildnismalerei  von Lucas Cranach dem Jüngeren und der heutigen Situation von Portraits, die vor allem im medialen Kontext gebraucht und wahrgenommen werden.

In Cranachs Zirkel liegt die Betonung auf den Punkten, den Zirkeln, die nur da sind, um fotografiert zu werden. Sie sind Schmuck für die Fotografie. Die Gesichter werden nur für das Portraitfoto geschmückt.

Die Anordnung der Punkte aus Messingblech bezieht sich auch auf die Fokuspunkte, die Scharfstellpunkte und Scharfstellsegmente im Sucherdisplay gängiger Digitalkameras. Die Punkte als Schärfeversicherer. Die beklebten Gesichter sind Standardgesichter, damit deutlich wird, dass sie nicht als Zeichnungen zum Beitrag gehören.

1 In den Gemälden von Cranach sind Requisiten Symbole von Macht.

2. Ich bin Fotografin.

3 Im medialen Kontext ist das Gesicht heute das Wesentliche.

4 Die Zirkel sind gefertigt, um sie direkt auf das Gesicht aufzubringen.

5 Das geschmückte Gesicht wird fotografiert.

6 Die Fotografie ist das Ergebnis. Das Objekt Schmuck ist nur für den fotografischen Moment hergestellt. Aber der Schmuck und die Representation von Macht gehen wie schon bei Cranach d. J. durch das Bild in Zeit und Raum auf.

Cranachs Zirkel, mixed media, Messing, 2014

Exhibited in Group exhibition “Beautiful Mind”. Ein Schmückstück für Cranach. Lutherhaus, Wittenberg 2015, Schmuckmuseum Pforzheim 2015/16, Kunstgewerbemuseum Berlin 2016


CRANACHS ZIRKEL

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